[link] Do you feel this HarmOny**

Am nächsten Morgen kam das böse Erwachen. Mir ging die ganze Zeit durch den Kopf wie ich das mit der Schule richtig hinbekommen würde und ob ich überhaupt später einen Job finden könnte. Am liebsten hätte ich die ganze Zeit nur geheult. Mama munterte mich dann aber wieder auf. Ich ging zur Schule, es wusste ja niemand außer Bärbel, und die würde es für sich behalten, da war ich mir ziemlich sicher. Schule war grottenlangweilig so wie immer, vor allem Mathe bei Frau Dinkel. Es war wie eine Erlösung, als die Schulglocken endlich, zum Schulende, schlugen. Auf dem Weg zu den Fahrradständern begegnete ich Danny. „Hey- lange nichts mehr von dir gehört.“ Rief er mir schon von weitem zu. „Ja stimmt wohl.“ Mehr viel mir leider nicht ein. „Und wie sieht´ s aus? Alles paletti?“ „Ja so fast und bei dir?“ „Auch, Auch. Was ist denn mit dir los? Du wirkst so komisch.“ „Jetzt ehrlich?“ Ich wollte mich lieber noch einmal vergewissern bevor ich ihm auch nur irgendein Wort erzähle. „Ja, wirklich. Also was ist?“ Hmmm, sollte ich es ihm jetzt sagen oder nicht? Ich entschied mich für nein. „Nichts, deswegen wundert es mich auch das du sagst ich wäre komisch.“ Flunkerte ich ihn an. „Na dann ist ja gut, werd ich mich wohl getäuscht haben.“ Das Gespräch schlaffte bald ab und wir gingen jeder in seine Richtung. Ich telefonierte heute mal nicht mit Johannes, das wäre mir sowieso nicht gut bekommen, und hätte er das Packet schon, hätte er bestimmt angerufen. Also beschloss ich heute den Hörer mal liegen zu lassen und Vokabeln zu lernen, musste ja sein.

 

Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem Kater an meinen Schreibtisch, ich musste gestern wohl so weggeknickt sein. Ich gähnte und steckte mich noch einmal stand dann auf, packte meine Sachen und schlurfte nach unten in die Küche. „Morgen“ murmelte ich. „Morgen“ hallte es zurück. „Gut geschlafen?“ fragt mein Vater mich, der schon halb wieder auf dem Sprung ins Restaurant war. „Na ja geht, bin am Schreibtisch eingepennt. Aber sonst geht´ s eigentlich und ihr?“ „Ich für meinen Teil ganz gut“ rief Mama aus der anderen Ecke der Küche vom Herd her zu uns hinüber. „Ich auch.“ Mein Vater sparte gerne an Worten, am frühen Morgen erst recht. Und schneller als man gucken konnte war er schon weg, so auch heute. Ich schmierte mir nur schnell mein Brot und stopfte es dann in meinen Rucksack. Ein kurzes „Tschüß“ und ich war schon weg. Auf halben Weg traf ich Bärbel. „Morgen, schon so früh wach?“ rief ich ihr zu. „Ja, ausnahmsweise, hat Jo sich schon gemeldet?“ „Nein, ich schätze mal heute oder morgen wird er das Päckchen bekommen.“ Bärbel redete nicht viel, so früh war sie sonst nie wach und auf dem Weg zur Schule. „Was ist denn mit dir los das du schon so früh wach bist?“ fragte ich erstaunt und noch immer ein bisschen perplex. „Ach ich hab gestern noch mit Schlagi telefoniert. Lief nicht so gut. Er war ziemlich gestresst und das hat er dann an mir ausgelassen. So wie ich bin hab ich das allerdings nicht auf mir sitzen lassen sondern hab einfach zurück gekeift. Irgendwann war´ s ihm dann zu blöde und er hat einfach aufgelegt. Ich konnte die ganze Nacht nicht ein Auge zu machen.“ Sie starrte betrübt zu Boden und ich fuhr einfach neben ihr weiter ohne auch nur ein Wort zu sagen, ich war mir sicher das jetzt nicht der richtige Moment war. Bärbel war wirklich immer ein bisschen zu überschwänglich, aber so hatte ich sie auch noch nicht gesehen.

 

Sechs Schulstunden und fünf Hausaufgaben später, war die Schule dann endlich wieder vorbei. Ich hatte mich dazu entschlossen alleine zurück zu fahren. Wenn Johannes heute wirklich das Päckchen bekommen sollte, sollte sie sich vielleicht mal überlegen, was sie ihm dazu sagen könnte. Und schneller als sie denken konnte war es auch schon so Weit. Das Telefon klingelte.



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